Was ist Stratis?

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Stratis ist eine Plattform für Blockchain, Stratis Coin, Kryptowährung

Noch nie etwas von Stratis gehört? Dann wird es aber Zeit! Stratis ist eine Krypto-Plattform, die sich an Unternehmen und Organisationen richtet. Interessierte können sie nutzen, um dort die Stratis-Blockchain für Anwendungen (z. B. dApps) zu verwenden. Für Unternehmen ist sie aber vor allem deswegen interessant, weil sie die Möglichkeit bietet, eigene Blockchains für die Entwicklung von Anwendungen zu nutzen. Die exakte Funktionsweise erläute ich Dir gleich.

Zu dieser Plattform gehört eine hauseigene Kryptowährung, der Stratis Coin, der mit STRAT abgekürzt wird. Um im Folgenden klar unterscheiden zu können, wird von Stratis der Plattform, und von STRAT gesprochen, wenn es um den Coin geht.

Eine kurze Geschichte von Stratis

Im Gegensatz zu länger existierenden digitalen Währungen wie Bitcoin, ist der STRAT Coin seit Mitte 2016, also erst seit relativ kurzer Zeit mit dabei.

Hinter dem Projekt steckt ein derzeit 8-köpfiges Team. Der Gründer ist Chris Trew, ein Berater und Architekt im IT-Bereich für Unternehmen. Er wird von einem internationalen Team in den Bereichen technische Entwicklung, PR und Projektmanagement unterstützt. Der Hauptsitz der Firma liegt in der UK (dort als Stratis Group Ltd. eingetragen). Sie agiert darüber hinaus in anderen Teilen Europas, Asiens sowie Nord- und Südamerikas.

Im Sommer 2016 fand eine kleine Initial Coin Offering, (lies: “Was ist eine ICO?”), statt. Ganz grob kann man das als eine Art Crowdfunding verstehen. Es wird also online Geld gesammelt, um ein geplantes Projekt auf den Weg zu bringen. Dabei wurden 915 Bitcoin eingenommen. Mit Hilfe dieser Startsumme konnten 96 Millionen STRAT-Tokens erstellt werden. Tokens sind gewissermaßen Wertmarken für z. B. eine Kryptowährung, aber natürlich auch andere Sachen wie z. B. Vermögegsnwerte oder Zugangsschlüssel. Heute kannst Du bereits bei Online-Games damit bezahlen. Dazu gibt es bald einen eigenen Eintrag.

Wie funktioniert Stratis?

Wie ich eingangs schon erwähnt habe, ist Stratis selbst eine Plattform. Um genau zu sein, handelt es sich um eine sogenannte “Blockchain-as-a-Service-Platform” (BaaS-Plattform). Damit ist auch der Nutzen schon angedeutet: Stratis bietet Unternehmen und Organisationen im Finanzbereich die hauseigene Stratis-Blockchain an. Sie können Blockchain-Anwendungen entwickeln, die auf dem sogenannten Microsoft.NET Framework basieren und sie auf der Plattform ausprobieren. Ich gehe hier nicht weiter ins Detail. Mir ist nur wichtig, dass Du verstehst, dass nicht jeder Anwendungs-Typ unterstützt wird, sondern nur die, die mit diesem Microsoft Framework entwickelt worden sind. Und die meisten Unternehmen verwenden derzeit nun mal Microsoft Applikationen. Das Framework ist übrigens Open Source, d. h. im Klartext, dass der sogenannte Quelltext öffentlich und so von jedem einsehbar ist. Das ist vor allem für Programmierer interessant, die hinter die Kulissen schauen wollen.

Du kannst Dir die Plattform ein bisschen wie ein digitales Labor vorstellen, das Interessierten zum Experimentieren zur Verfügung gestellt wird. Es können aber auch private Blockchains genutzt werden, die wiederum auf der hauseigenen gesichert werden. Als besonderen Service bietet die Plattform an, Interessierte bei ihren Entwicklungen für das eigene Business zu unterstützen. Für die Umsetzung ist die Programmiersprache C# in Benutzung. Da es sich hierbei um eine recht gängige Programmiersprache handelt, ist das für die Firma natürlich ideal. Denn, wenn Unternehmen mit Stratis arbeiten wollen, müssen sie ihr Personal gegebenenfalls nicht noch eine neue Programmiersprache lernen lassen. Das könnte z. B. als Vorteil gegenüber Ethereum verstanden werden, das eine eigene, sehr komplexe Programmiersprache (“Solidity”) hat.

Die Vision hinter der ganzen Sache ist die, dass Stratis irgendwann die einzige Plattform ist, mit der Unternehmen arbeiten, um die Blockchain-Technologie für sich zu nutzen. Sie soll die Anlaufstelle Nummer 1 sein, wenn es darum geht, ein Business mit Hilfe von Blockchain voranzubringen.

Spezifische Besonderheiten im Detail erklärt

Stratis bietet das sogenannte Academy Programm zur Weiterbildung für Entwickler und Interessierte an. Das gibt es in dieser Art bisher noch nicht auf dem Krypto-Markt. Es soll eine Community entstehen, die sich gegenseitig bei Fragen hilft. Auf der Webseite werden sogar direkt Neueinsteiger angesprochen, die mit der ganzen Welt der Blockchain-Technologie noch nicht so vertraut sind. Außerdem werden z. B. in Webinaren oder im eigenen Wiki nach Anmeldung verschiedene Themen vorgestellt. Und auch per Slack kann man mit den Entwicklern sprechen, was natürlich ideal ist. 2017 fand ein Webinar, also ein Online-Seminar, beispielsweise zum Thema Hackathon statt. So nennt man Veranstaltungen für Softwareentwickler, bei denen es um die gemeinsame Entwicklung neuer Produkte geht.

Anzahl der Coins und die Frage nach dem Mining

STRAT basiert auf dem sogenannten Proof-of-Stake-Algorithmus (lies: Was ist Proof of Stake?), es gibt also kein “Mining” (lies: Was ist Mining?). Das Prüfverfahren Proof-of-Stake wird eingesetzt, um dafür zu sorgen, dass Überweisungen richtig ausgeführt werden und es nicht zu Betrug kommen kann. Beispielsweise mit doppelten Zahlungen.

Nach der bereits genannten ICO wurden 98 Millionen STRAT-Tokens kreiert und es wird nicht mehr geben. Daher gibt es auch keine Inflation.

Von den 98 Millionen sind alle im Umlauf. Das setzt sich wie folgt zusammen: 84 Millionen wurden an diejenigen gegeben, die sich am ICO beteiligt haben. 8 Millionen hat das Stratisteam einbehalten. 4 Millionen wurden in Marketing-Kampagnen gesteckt und die übrigen 2 Millionen wurden Beratern und Partnern zugewiesen.

Vorteile

Einer der Vorteile besteht in der relativ bekannten Programmiersprache C#. Die ist vor allem im Bankenbereich beliebt und lockt damit sicher einige Interessenten an, weil die Ihr Personal nicht erst noch extra schulen müssen. C# ist auf jeden Fall weiter verbreitet als z. B. die Programmiersprache von Bitcoin. Aktuelle Anwendungsbereiche sind u. a. die medizinische Forschung.

Dank des Proof-of-Stake-Algorithmus wird außerdem viel weniger Strom verbraucht 🙂

Nachteile

Bisher wird STRAT von noch nicht sehr vielen Exchanges angeboten, was eventuell als störend empfunden werden kann. Darüber hinaus ist es eher interessant für Unternehmen, weniger für Privatleute.

Preisentwicklung

Seit April 2017 kann man erste kleine Bewegungen bei STRAT erkennen. Der Kurs stieg etappenweise an. Auf der Webseite der Firma wird die digitale Währung übrigens als der Kraftstoff für die Plattform beschrieben. 😉

Im Juni 2017 stand die Kryptowährung bei 9,42 EUR.

Anfang Januar 2018 erlebte der Kurs seinen bisherigen Höhepunkt mit 19,02 EUR.

Der aktuelle Kurs (Stand: 16. April 2018) verzeichnet 4,08 EUR.

Weiterentwicklung

Schaut man sich den Fahrplan für die ersten beide Quartale in 2018 an, stehen da einige interessante Punkte auf dem Programm. So soll es noch in diesem Jahr in die Alpha-Phase der Smart Contracts gehen (lies: Was sind Smart Contracts?). Mit diesen Smart Contracts sind online Verträge erstell- und abschließbar. Darüber hinaus spricht man von der Einführung von sogenannten Sidechains. Diese “Nebenarme” der Blockchain sollen für mehr Sicherheit und Skalierbarkeit sorgen.

Zusammenfassung

Stratis scheint eine ganz interessante Plattform zu sein. Das Team weiß, wie man gutes Marketing betreibt. Hinzu kommt, dass das Team sehr auskunfts- und kontaktfreudig zu sein scheint, ob nun über den Slack-Channel oder auf dem Blog. Sie lassen die Community mit ihren 1-2 Einträgen pro Monat am aktuellen Geschehen teilhaben.

Der Etappen-Plan (“Roadmap”), macht den Anschein, als sei er sehr realistisch und kleinschrittig angelegt. Hier wird nicht (zumindest nicht öffentlich) bis 2025 vorausgeplant, sondern Schritt für Schritt nach vorn gegangen.

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