Was ist Dash?

Dash, Kryptowährung für Privatsphäre und Anonymität, Digital Cash

Dash steht kurz und knackig für “Digital Cash”. Auf der Webseite wird die Kryptowährung als revolutionäres digitales Geldsystem angepriesen. Das sagt ja fast jede digitale Währung von sich. 😉 Gut, immerhin gehört Dash derzeit zu den Top 20 der Kryptowährungen, das muss man auch erstmal schaffen. Privatsphäre und schnelle Transaktionen sind die beiden Schlagworte, die Du im Hinterkopf behalten solltest. In diesem Artikel zeige ich Dir, was Dash tatsächlich zu bieten hat.

Eine kurze Geschichte von Dash

2014 wurde die digitale Währung von Evan Duffield ins Leben gerufen. Vorher war sie noch unter dem Namen “XCoin” und dann unter “Darkcoin” bekannt. Das weckt natürlich Assoziationen mit dem sogenannten “Darkweb”, quasi dem illegalen Schwarzmarkt im Internet. Besonders seriös wirkt das natürlich nicht, daher ist die Umbenennung im Jahr 2015 gar keine schlechte Idee gewesen.

Wie funktioniert Dash?

Das Ganze ist von der Idee her an Bitcoin angelehnt, hebt sich aber natürlich auch wieder ab. 😉 Damit Dash laufen kann, werden sogenannte Masternodes (Knotenpunkte) gebraucht. Masternodes sind Server, auf denen eine Blockchain gespeichert wird. Mit Masternodes kann, ähnlich wie mit Mining, Geld verdient werden. Damit ein System wie Dash also funktioniert, gibt es diese Masternodes, die verschiedene Aufgaben übernehmen. Diese Computer nicken z. B. Transaktionen ab. Bei Dash werden Betreiber solcher Masternodes entlohnt. Das kennst Du vielleicht schon von Minern. Beim Digital Cash erhalten Masternodes 45% des eingenommenen Betrags pro bearbeitetem Block. Den Rest der erwirtschafteten Transaktions-Gebühren kassiert die Plattform ein. Die Betreiber der Masternodes kümmern sich um die reibungslose Abwicklung von InstantSend oder PrivateSend.

Übrigens: Wer einen solchen Knotenpunkt betreibt, der darf bei Abstimmungen mitmachen. Denn jeder Nutzer kann bei Dash Verbesserungsvorschläge einreichen, über die abgestimmt wird. Wenn Dich das näher interessiert, kannst Du die Abstimmungen online verfolgen. Um ein Betreiber werden zu können, benötigst Du wenigstens 1000 DASH und musst 24/7 online sein. Mehr Infos findest Du auf der Webseite.

Spezifische Besonderheiten im Detail erklärt

Dash hat sich den Schutz der Privatsphäre auf die Fahnen geschrieben. Im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen, bei denen jeder die Überweisungen öffentlich einsehen kann, kann bei dieser niemand die Transaktionen einsehen. Das geschieht mit Hilfe von “PrivateSend”. Das ist eine Funktion von Dash, bei der die eigenen Überweisungen mit denen anderer Benutzer vermischt werden. Dieser Service ist optional und kostet eine Gebühr bei der Benutzung. Du bist aber nicht gezwungen Deine Überweisungen anonym zu tätigen.

Diese Anonymität wird durch eine Anonymisierungsmethode erreicht, die sich “CoinJoin” nennt. Damit werden Überweisungen gemischt. Bei Dash ist diese Methode Teil des Protokolls. Bei anderen Kryptowährungen, wie z.B. Bitcoin, sind dabei noch Dritte involviert.

Darüber hinaus gibt es das Feature “InstantSend”. Wie der Name schon verrät, kann Geld sofort versandt werden. Du musst also keine längere Bearbeitungszeit in Kauf nehmen. Das ist natürlich ein Vorteil für Händler, die die Bezahlung mit Dash anbieten.

Anzahl der Coins und die Frage nach dem Mining

Auch bei dieser digitalen Währung kommt das Prinzip Mining zum Tragen. Hier habe ich Dir genau erklärt, was darunter zu verstehen ist. 10% der Einkünfte aus dem Mining werden direkt in die Entwicklung und das Marketing von Dash gesteckt. Bisher sind ca. 8,02 Millionen Coins im Umlauf. Maximal soll es wohl 22 Millionen geben.

Vorteile

Einen der Vorteile habe ich bereits angesprochen: InstantSend bietet eine Zahlung in Sekundenschnelle (ca. 1,21 Sekunden). Bei Bitcoin kann es hingegen bis zu 10 Minuten dauern. Mit PrivateSend kannst Du sicherstellen, dass sowohl Dein Kontostand als auch Deine Zahlungen anonym und nicht von Dritten einsehbar sind. Diese Option ist vor allem für diejenigen sinnvoll, die nach einer Kryptowährung suchen, die die Privatsphäre schützt. Hinzu kommen die geringen Gebühren von 0,01 EUR pro durchgeführte Transaktion.

Nachteile

Geld regiert die Welt, das ist auch bei Dash so. Wenn Du als Masternode, bzw. Betreiber, mitmischen willst, brauchst Du 1000 Dash Coins. Zum aktuellen Kurs ist das nicht gerade wenig. Die muss man erstmal haben. Auch wenn Du “nur” einen Vorschlag einbringen willst, musst Du das mit Coins bezahlen.

Preisentwicklung

Bis Januar 2017 war der Coin noch für ca. 10 EUR und weniger zu haben. Doch schon im Folgemonat stieg der Kurs an.

Wie für viele andere Kryptowährungen auch, war der Monat Dezember 2017 für Dash der mit dem höchsten Kurs bisher: 1257 EUR.

Im Januar 2018 gab es die digitale Währung für ca. 778 EUR.

Aktuell (18. April 2018), ist der Coin für 294,98 EUR zu haben.

Weiterentwicklung

Dash wird vermutlich auch in Zukunft so einige Kooperationen schließen. Seit 2017 können Besitzer der Münze zum Beispiel beim Kauf einer Geschenkkarte des Versandriesen Amazon 20% sparen. Die digitale Währung ist auch auf immer mehr Exchanges vertreten. Seit Februar 2018 können nun auch Interessenten aus Südamerika und Vietnam mit Dash handeln. Im April 2018 soll es außerdem möglich sein, Dash an einer österreichischen Tankstelle in Form einer Guthaben-Karte zu kaufen. Das kennst Du vielleicht noch von PrePaid-Karten.

Das Team hat außerdem die Veröffentlichung der Software “Evolution” angekündigt. Damit soll die Verwendung der digitalen Währung kinderleicht sein – egal von welchem Gerät aus man mit der Kryptowähurunh arbeiten möchte. Was genau hinter Evolution steckt, bleibt noch abzuwarten. Man will die Handhabung so einfach gestalten, dass es sogar die Oma versteht (dafür müsste ich sie allerdings erstmal ins Internet kriegen).

Zusammenfassung

Dash ist meines Erachtens eine nicht zu unterschätzende Kryptowährung. Die Macher haben nicht nur ihr aktuelles Whitepaper online gestellt, sondern auch noch das “frühere” von DarkCoin. Darüber hinaus findest Du neben einem Wiki auch ein informatives Whitepaper zu dem bereits erwähnten Feature InstantSend. Allgemein betrachtet, geht das Team hinter Dash sehr offen mit Informationen rund um die Währung, deren Entwicklung und Kooperationen um, was durchaus sympathisch rüberkommt.

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