Vitalik Buterin – Das jugendliche Genie hinter Ethereum

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Vitalik Buterin ist ein russisch-kanadischer Programmierer, Autor und Mitbegründer der Plattform Ethereum. Buterin wuchs in Toronto auf und hat mit seinen jungen 24 Jahren (geboren 31. Januar 1994) bereits eine einzigartige Laufbahn vorzuweisen. Mal ganz ehrlich, wer wird schon Millionär – und das auch noch vor Dreißig!? Also ich jedenfalls nicht.
Vitalik Buterin wurde schon in der dritten Klasse (das muss man sich mal vorstellen) in eine gesonderte Gruppe für begabte Kinder gesteckt. Er entdeckte sein besonderes Interesse für Mathematik, Wirtschaft und das Programmieren. Als Sohn eines IT-Wissenschaftlers, machte Buterin besonders seinen Vater ganz schön stolz, als er die Bronzemedaille in der internationalen Informatik-Olympiade (2012) gewann.

Buterin macht sich einen Namen mit dem Bitcoin Magazine

Im Jahre 2011 hatte sein Vater Buterin zum ersten Mal von Bitcoin erzählt. Diese Info sollte dem Leben von Buterin eine entscheidende Wendung geben. Mit seinem Expertenwissen gründete er noch im gleichen Jahr die erfolgreiche Online-Nachrichten-Webseite Bitcoin Magazine. Vorerst war er also damit beschäftigt die ganze Welt über Kryptowährungen aufzuklären. Nebenher kodierte er noch fleißig hier und da solch namhafte Geschichten wie den Marktplatz Egora und die datenschutz-freundliche Dark Wallet. Aber alles kein Problem, wenn man Vitalik Buterin heißt!

Der junge Russland-Kanadier feiert mit Ethereum den Durchbruch

2012 kam der junge Entwickler dann so richtig in Fahrt. Basierend auf Bitcoin hatte Buterin die fixe Idee eine Plattform zu schaffen, die die Möglichkeiten von Bitcoin weit übersteigt. In einer Anwandlung von Genialität – inklusive einer Portion Größenwahn – stürzte sich der 18-Jährige in ein Projekt. Welches das war? Es wurde später als Ethereum berühmt …
In seinem Whitepaper stellte Buterin die Plattform namens Ethereum vor, die es Entwicklern ermöglicht, alle Arten von dezentralen Apps umzusetzen. Einige der Programmierer-Kollegen weltweit waren von Buterins Idee gleich so begeistert, dass sie mit ins Boot sprangen. Joseph Lubin (Gründer des Unternehmens ConsenSys) und Dr. Gavin Wood wurden Mitbegründer von Ethereum. Wood lieferte mit seinem Yellowpaper sozusagen den detaillierten technischen Bauplan für die Idee, die Buterin entwickelt hatte.

Mithilfe von Ethereum lassen sich Anwendungen, die auf Smart Contracts (einer Art selbstregulierendem Code) basieren, ganz unkompliziert erstellen. Die Entwickler rieben sich bereits vor der Veröffentlichung in freudiger Erwartung die Hände! Denn das Entwickeln neuer Apps durch Ethereum würde so einfach werden wie nie zuvor.

Von der Uni zum Millionär dank Stipendium

Doch bevor es richtig losgehen konnte, benötigte das Entwickler-Team von Ethereum …was wohl? Natürlich, Geld. Damit wurde Buterin zum ersten Mal gesegnet, als er mit seiner bahnbrechenden Idee 2014 ein Thiel-Stipendium gewann. Die Thiel-Stiftung unterstützt jährlich 20 bis 25 junge Personen im Alter von unter 23 Jahren beim Ausbruch aus der Uni, hinein ins Unternehmerdasein. Auf Basis ihrer eigenen Geschäftsidee. Buterin war einer der Glücklichen und gewann Unterstützung in Höhe von $100.000. Die Summe war schon anschaulich für einen (nun) ehemaligen Studenten. Doch sie reichte leider nicht aus, um ein solches Mammut-Projekt wie Ethereum zu stemmen.

Die Gründer von Ethereum starteten 2014 eine Crowdfunding-Kampagne (ICO), um die Maschine zum Laufen zu bringen. Sie verkauften Tokens, die sozusagen als Teilhabe an Ethereum funktionieren. Die Kampagne lief so erfolgreich wie nie zuvor in der Geschichte der Kryptowährungen. Warum? Es wurden Tokens im Wert von über $18 Millionen verkauft. Von der Uni zum Millionär – das nenne ich eine erfolgreiche Laufbahn, oder? Am 30. Juli 2015 war es dann endlich soweit: Ethereum wurde zum ersten Mal als „Frontier“ auf die Öffentlichkeit losgelassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte es bereits die Aufmerksamkeit vieler Giganten der Technikwelt, wie IBM und Microsoft, auf sich gezogen.

Bis heute hat sich Ethereum zur marktführenden Plattform entwickelt, die ein riesiges Ökosystem mit Hunderten von Entwicklern umfasst. Die Einnahmen der Crowdfunding-Aktion ($18 Millionen) und der Projektentwicklung werden mittlerweile von der „Ethereum Stiftung“ verwaltet. Sie ist in der Schweiz ansässig.

Die Blockchain-Technologie erobert die Welt

Seitdem er sich aus der Uni verabschiedet und seine gesamten Kräfte in Ethereum investiert hat, feiert Buterin einen Erfolg nach dem anderen. Neben seinem Stipendium erhielt er 2014 den wohlverdienten Welt-Technologiepreis in der Kategorie IT-Software. 2016 wurde er vom Fortune Magazin in die Liste der Großen „40 unter 40“ (40 under 40 list) aufgenommen. 2018 folgte die Auflistung in der Liste der Großen „30 unter 30“ des Forbes-Magazins (30 under 30 list). Was darf ich von diesem Mann noch erwarten, fragst Du Dich nun wahrscheinlich. Die Antwort lautet: Das steht noch in den Sternen, aber der Himmel ist das Limit.

Buterin sagte in einem Interview über seine Arbeit an Ethereum:

Ich bin wirklich dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, in einem so interessanten und interdisziplinären Bereich der Industrie zu arbeiten, wo ich mit den führenden Kryptologen, Mathematikern und Ökonomen zusammenarbeiten kann, um Software und Tools zu entwickeln, die bereits Zehntausende von Menschen auf der ganzen Welt betreffen und, wo ich jede Woche an fortgeschrittenen Problemen der Informatik, Wirtschaft und Philosophie arbeiten darf.

Behalte diesen genialen jungen Mann gut im Auge. Auch wenn er so bescheiden sein mag: Er hat unnachahmliches Potenzial, mit dem er die gesamte digitale Welt weiter revolutionieren wird!

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